Bitte aktivieren Sie Javascript, damit die Webseite korrekt dargestellt werden kann.
 

Geist ist Leben

Jesus sagte: Das Natürliche nützt nichts, der Geist macht lebendig. Geist ist unsichtbar, deshalb wird er von den meisten Menschen nicht beachtet. Das ist so, als würde man das Sichtbare ignorieren, weil man es nicht hören kann. In Wahrheit bestimmen geistliche Kräfte jede Sekunde jedes menschlichen Lebens. Die Menschheit wird sich für einen bewussten Umgang mit geistlichen Kräften öffnen und eine neue Dimension des Lebens für sich erschließen.

Geist ist Realität

Geist ist die unsichtbare Wirklichkeit. Geist ist die unsichtbare Substanz, die allem Sichtbaren zugrunde liegt. Geist ist unvergänglich. Geist ist übernatürliche unsichtbare Energie. Schon im Natürlichen gibt es Energien, die nicht mit den fünf menschlichen Sinnen wahrnehmbar sind, die aber doch das ganze menschliche Dasein prägen. Man denke nur an Elektrizität oder moderne Informationstechnik. Ebenso gibt es übernatürliche unsichtbare Energie: Geist. Von den meisten Menschen völlig unbeachtet bestimmen die vorhandenen geistlichen Kräfte jede Sekunde unseres Lebens. Geistliche Kräfte haben nichts mit geistigem Vermögen zu tun, d. h. der Begriff Geist im biblischen und hier verwendeten Sinn hat nichts mit dem menschlichen Intellekt zu tun, sondern bezieht sich ausschließlich auf Übernatürlichkeit.

Jede Person ist ein geistliches Wesen, d. h. die Person selbst, ihre innerste Substanz, ist lebendige Energie. Dies gilt für jeden Menschen, für Gott, den Teufel, Engel und Dämonen. Dabei charakterisiert die Natur der geistlichen Substanz deren Persönlichkeit. So ist beispielsweise die Natur des göttlichen Geistes selbstlose Liebe.

Geist bestimmt das menschliche Dasein

Geist prägt den Menschen

Der Mensch ist ein dreieiniges Wesen. Obwohl sein Geist das bestimmende Element seiner Person ist, besteht er zusätzlich aus seiner Seele und seinem Körper. Diese sind formbar und verändern sich gemäß der geistlichen Kräfte, denen sie ausgesetzt sind. Dies gilt für jede kleinste Alltagssituation und damit auch für die Entwicklung und Prägung der gesamten Persönlichkeit.

Jeder weiß, dass die Persönlichkeit eines Menschen durch die Erfahrungen seines Lebens geformt wird. In Wirklichkeit sind die Erfahrungen eines Menschen bereits das Resultat der geistlichen Kräfte, die in seinem Leben wirksam sind. Zumeist kann sich ein Mensch gerade zu Beginn seines Lebens nur bedingt aussuchen, welchen geistlichen Kräften er sich aussetzen möchte. Das heißt, ein Teil seiner Persönlichkeit ist zum Beispiel schlicht ein Produkt der geistlichen Atmosphäre seines Elternhauses. Dabei setzt sich die vorhandene Geistkraft immer gegen äußerlich angewandte Erziehungsmethodik durch. Wenn die Eltern beispielsweise ein Empfinden der gesellschaftlichen Unterlegenheit haben, können sie ihr Kind noch so viel loben und ermutigen, es wird das Elternhaus mit dem gleichen Minderwertigkeitsgefühl verlassen, das bereits seinen Eltern anhaftete.

Jeder Mensch, der die geistliche Welt unbeachtet lässt, lebt ein unbewusstes Leben, in dem er unbeholfen versucht, auf die Geschehnisse zu reagieren, die ihm begegnen. Seine Verhaltensmuster sind dabei zwanghaft gemäß der Prägungen, die sich aus den geistlichen Kräften ergeben, die seine Lebenserfahrungen begleiteten.

Veränderung durch Geist

Die Erfahrungen, die ein Mensch gemacht hat, kann man nicht ungeschehen machen, deshalb scheint es vom Natürlichen fast unmöglich, einen Menschen umzuprägen. Es erfordert entweder enorme Entschlossenheit und Disziplin oder langwierige persönliche Betreuung. Die meisten gut gemeinten Versuche scheitern früher oder später..

Doch geistliche Kräfte sind stärker als natürliche Kräfte, sie sind stärker als alles Sichtbare. Geistliche Kraft wird nicht durch äußere Anwendung, sondern durch Glauben wirksam. Durch eine bewusste Geistlichkeit und die Kraft des Glaubens werden selbst lebenslange Prägungen mühelos verändert. In dem Bewusstsein, dass der Geist Jesu Christi die stärkste Kraft ist, die es gibt, formuliert Paulus in seinem Brief an die Epheser wunderschön:

Gott gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid … damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes. ... Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde.1

Ein geistliches Leben

Atmosphären

Jede Person ist Geist, d. h. sie besitzt eine gewisse geistliche Kraft und hat eine entsprechende energetische Ausstrahlung. Die geistliche Kraft, die von einer Person ausgeht, kann Atmosphären prägen und somit andere Menschen im Unsichtbaren beeinflussen. Andererseits kann sich eine Person einer bestimmten Atmosphäre aussetzen und so die geistliche Substanz, die der Atmosphäre zugrunde liegt, aufnehmen. Prägt eine bestimmte geistliche Wirksamkeit das ganze Leben eines Menschen, empfindet er sie irgendwann als Teil seiner Persönlichkeit. Die entsprechende Energie lagert sich in seiner Seele ein und wird ein Teil seiner ständigen Ausstrahlung. Schließlich kann sie sich sogar in seinem Gesichtsausdruck niederschlagen.

Ein geistlicher Mensch lebt mehr und mehr unabhängig von vorhandenen Atmosphären, da er beständig in der Atmosphäre Gottes bleibt - der Liebe. Er kann andere Wirksamkeiten in der Atmosphäre wahrnehmen und bewusst wählen, wo er sich aufhält. Er wird aber auch darauf achten, welche geistliche Wirksamkeit von ihm selbst ausgeht. Er wird immer vermeiden, negative Atmosphären aufzunehmen.

Hört ein Mensch zum Beispiel regelmäßig depressive Musik, wird sich sein Gemüt entsprechend verändern. In seiner formbaren Seele werden sich immer mehr melancholische Gefühle und negative Gedanken einstellen. Ein geistlicher Mensch wird sich solchen Einflüssen entziehen.

Der Geistliche erkennt Stress an seinem Arbeitsplatz, schon bevor die Atmosphäre ihn schleichend vereinnahmt. Er kann somit in der Ruhe bleiben und mit klarem Kopf effizient weiterarbeiten.

Die Menschheit wird erkennen, dass negative Atmosphären in ihrer schädlichen Wirkung für die Persönlichkeit ebenso zerstörerisch sind wie ungesunde Ernährung für den Körper.

Mündigkeit

Ein geistlicher Mensch ist ein mündiger Mensch. Er ist nicht leicht manipulierbar oder verführbar, da er die wirklichen Beweggründe seines Gegenübers als wirksame Energien wahrnimmt. Er ist ein vertrauensvoller Mensch und muss sich trotzdem nicht naiv auf vordergründige Aussagen stützen.

Der Geistliche erkennt zum Beispiel in einem Verkaufsgespräch, wenn eine freundliche Beratung in geschickte Manipulation kippt, und er bleibt somit zu einer unabhängigen Entscheidung fähig.

Wenn ein geistlich sensibler Mensch einen Raum betritt, weiß er, ob vorher darin gestritten, gelästert oder gelobt wurde, weil die entsprechenden Energien noch im Raum sind, obwohl nicht mehr geredet wird. Er spürt sofort, ob er willkommen ist oder stört.

Die Sensibilisierung für geistliche Wirksamkeiten ist ein Lern-Prozess, ähnlich der Entwicklung der natürlichen Sinne eines kleinen Kindes. Dabei ist die größte Herausforderung, die starken Eindrücke der gut entwickelten natürlichen Sinne zurückzustellen, die mit den feinen geistlichen Empfindungen konkurrieren. Der natürliche Mensch glaubt nur das, was ihm seine Sinne vermitteln. Der Geistliche sieht die Wirklichkeit.

Einheit im Geist

Geistliche Verbindung

Die Menschheit sehnt sich nach Frieden. Die Beendigung aller menschlichen Feindseligkeit ist nur im Geist der Liebe möglich. Der Apostel Paulus schreibt: Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.2

Sobald sich mehrere Menschen für die gleiche geistliche Wirksamkeit öffnen, entsteht eine geistliche Verbindung. Geistliche Einheit lässt über natürliche Differenzen hinwegsehen. Dies ist grundsätzlich in jedem Geist möglich. Hier nur einige Beispiele:

Musiker, die sich an die geistliche Wirksamkeit eines inspirierten Künstlers hingeben, erzielen im Zusammenspiel mit ihm eine Harmonie, die allein durch natürliche Übung nicht möglich wäre.
Die positive Beeinflussung der weltweiten Atmosphäre durch die Verbindung im kameradschaftlichen Geist einer Fußball-Weltmeisterschaft ist erstaunlich. Dieses Beispiel zeigt insbesondere, dass die geistliche Wirksamkeit, die hinter einem Ereignis steht, bedeutsamer ist, als die vordergründige Thematik.
Menschen, die sonst wenige Gemeinsamkeiten haben, können sich aufgrund eines gemeinsamen Feindbildes in Hass verbinden. Dies findet auf allen Ebenen statt. Als Beispiele seien nur die Ablehnung ethnischer Minderheiten in einer Nation, religiös motivierte Verfolgung Andersdenkender oder auch die tägliche Lästerei im Schulhof oder der Arbeitsstelle genannt.

Die Kraft der Einheit

Geistliche Einheit ist sehr stark. Selbst wenn sie nur für einen gewissen Zeitraum besteht, entsteht für den Moment ein enormes Potenzial, das weit über die Summe der Fähigkeiten der einzelnen hinausgeht. Diplomatische Übereinkünfte bzw. der aufgrund von Absprachen getroffene Konsens gewähren dagegen nur einen äußerlichen Frieden bzw. den Rahmen für ein gemeinsames Handeln und sind entsprechend schwach.

Der geistliche Mensch empfindet jede zwischenmenschliche Spannung. Er weiß, dass Einigung durch verstandesmäßige Übereinkunft keine Einheit ist. Der Geistliche wird immer die Einheit im Geist der Liebe suchen. Er meidet jegliche Verbindung in einem negativen Geist wie gesellschaftsschichtliche Arroganz oder Lästerei. Durch die zunehmende positive Geistlichkeit jedes Einzelnen wird sich die Gesamtatmosphäre dieser Erde verbessern.

Das geistliche Erwachen

Geist ist Energie. Der Mensch sehnt sich nach erfrischender Geistlichkeit. Er sehnt sich nach vitalisierender Berührung mit geistlichen Kräften. In jedem Bereich der Kunst zeigt sich, dass der Mensch der Inspiration immer Vorrang vor der Fertigkeit gibt. So kann ein inspirierter Musiker einfachste Melodien spielen und hat trotzdem enorme Anziehungskraft, während einem Musiker, der ohne Inspiration technisch exzellent spielt, allenfalls Anerkennung gezollt wird.

Langfristig wird die Menschheit aufhören, das Unsichtbare zu ignorieren. Sie wird die vorhandenen geistlichen Kräfte erkennen und einen bewussten Umgang damit pflegen. Die damit einhergehenden Veränderungen des menschlichen Lebens werden nachhaltig und von unvorstellbarem Ausmaß sein. Viel umfassender als beispielsweise die Entdeckung elektrischer Energie, die auch, obgleich ständig vorhanden, lange Zeit unentdeckt blieb. Ein bewusster Umgang mit geistlichen Kräften wird auch in der modernen Gesellschaft den Beigeschmack der Phantasterei verlieren. Er wird sich für ein verantwortungsbewusstes Leben als vernünftig, ja sogar unumgänglich erweisen.

1 Vgl. Eph 3,16ff
2 Vgl. Eph 4,3